A la orilla del rio / Am Ufer des Flusses

A la Orilla del Río / Am Ufer des Flusses

Ein Stück von Perla de la Rosa

Ciudad Juárez/Mexiko: Nach Jahren der Trennung begegnen sich am Grenzzaun für kurze Zeit in den USA lebende Migrant*innen und ihre Familienangehörigen aus Mexiko und Zentralamerika.

Drei Minuten lang umarmen sich Mario und seine Mama Juanita am Ufer des Flusses. Nur 180 Sekunden können sie sich ohne Angst an der Grenze zwischen Mexiko und den USA treffen. Mario wohnt und arbeitet seit 15 Jahren ohne Papiere in den USA. Marios Kinder kennen ihre Oma Juanita nicht.

Mit dem Stück „A la Orilla del Río (Am Ufer des Flusses)“ erzählt uns die mexikanische Theatergruppe Telón de Arena (Vorhang aus Sand), was die Menschen aus Mexiko und Mittelamerika in den USA erleben. Die Gruppe aus Ciudad Juárez macht Theater zugänglich für alle und vermittelt über ihre Kunst Themen, die sie in ihrer Heimatstadt beschäftigen.

Es spielen: Guadalupe Balderrama, Gisela González, Perla de la Rosa, Claudia Rivera, Joan Buitrón, Mario Vera, Humberto Leal und Rubén Ríos.

Regie: Perla de la Rosa

Spanisch mit deutscher Übertitelung.

Das Stück wird auf Spanisch mit Deutschen Obertiteln aufgeführt.
Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion mit der Autorin Perla de la Rosa.

in Zusammenarbeit mit dem
Oeku-Büro für Frieden und Gerechtigkeit, München.

Es erzählt von der humanitären Aktion der Organisation „Abrazos no muros“ (Hugs Not Walls), die es ermöglicht, daß sich MigrantInnen sechsmal in einem Grenzstreifen zwischen USA und Mexico treffen und wiedersehen dürfen. Die Aufführung beschäftigt sich mit den Mikrogeschichten dieser Menschen, die sich für kurze drei Minuten umarmen dürfen und sich danach vielleicht nie wieder begegnen werden. Erzählt wird von der Wiedervereinigung eines in den USA geborenen Sohnes und der Enkelkinder mit ihrer Großmutter aus Mexiko, von der Begegnung getrennter Ehepartner, von dem Wiedersehen von Kindern mit ihren Geschwistern, die auf der anderen Seite des Flusses geblieben sind.
Dies alles findet statt im Exklusionsstreifen, der durch den Río Bravo (auf der mexikanischen Seite) und den Río Grande (auf der US-Seite) gebildet wird.
In der Aufführung wird auch an die vergangenen Tage einer verheißungsvollen und geliebten Stadt erinnert: Das Ciudad Juárez der 1980er Jahre.

„Am Ufer des Flusses“ handelt vom Dialog der Zeiten und des Lebens in dieser Grenzstadt zwischen Versprechen und Katastrophe.

Aufführungen: 23. und 24.5.2019
Kunst- und Kulturverein Spedition
Beim Handelsmuseum 9 / am Güterbahnhof
28195 Bremen

Das Stück wird auf Spanisch mit Deutschen Obertiteln aufgeführt.

Ein Theaterstück der Gruppe „Telon de Arena“ aus Ciudad Juarez in Zusammenarbeit mit dem
Oeku-Büro für Frieden und Gerechtigkeit, München.

www.spedition-bremen.com
www.oeku-buero.de
www.telondearena.org
Hugs Not Walls:
www.bnhr,org